IBM Notes/Domino Ablösung – Was tun?

IBM Notes/Domino Ablösung – Was tun?

  • 02.04.2019 10:35
  • Marc Ruoß
  • IT-Consulting

(Interview mit Herrn Roland Hein, Geschäftsführer der bit Informatik GmbH).

Die bit Informatik GmbH ist ein langjähriger IBM Business Partner und hat vergangenes Jahr einen Marktcheck zum Thema Intranetlösungen für Banken erstellt. Die wichtigsten Erkenntnisse hat uns Herr Roland Hein in einem Interview erläutert.

Herr Hein, wie sehen Sie als IBM Business Partner einen Wechsel von IBM Notes/Domino zu Office 365 bei Kreditinstituten?

Seit über 25 Jahren bietet die bit Informatik GmbH Anwendungsentwicklung, Consulting sowie Beratung für IBM Notes/Domino bei Finanzinstituten an. Diese langjährige Erfahrung kommt unseren Kunden in der Bankenbranche zu Gute, weil wir stets sehr nah am Markt agieren und die Erfahrung mit in unsere Beratung einfließen lassen. IBM Notes zeichnet sich durch sehr hohe Zuverlässigkeit aus, Anwendungen konnten durch die Institute selbst entwickelt oder die Entwicklung an Dienstleister extern vergeben werden. Allerdings hat der Hersteller IBM es in der Vergangenheit versäumt, seinen Kunden eine klare Strategie zur Weiterentwicklung und damit die Zukunft von Notes/Domino aufzuzeigen.

Zudem wurde das Programm im Jahr 2018 an das indische Softwareunternehmen HCL verkauft, was für zusätzliche Verunsicherung sorgte.

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel von Notes/Domino zu einer anderen Plattform?

Die Kommunikation innerhalb eines Kreditinstitutes als auch die Kommunikation mit den Kunden hat sich bereits stark verändert. Die Definition von Hol- und Bringschuld von Informationen hat dazu geführt, dass Mitarbeiter/innen hausintern viel zu viele E-Mails erhalten. Dadurch geht Arbeitsproduktivität verloren. Auch der Kunde wünscht eine andere Form der Kommunikation, weg von E-Mail-Funktionen hin zu Apps oder responsiven Onlineplattformen. Heute ist es an der Zeit, ein zentrales Portal zu implementieren, um den Informationsaustausch im Haus zu optimieren. Hier bietet die Bank-Media GmbH eine ideale Software-Lösung an. Somit halte ich die Entscheidung für richtig, neue Wege zu gehen.

IBM Notes/Domino hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit für die Kreditinstitute geleistet, jetzt geht es darum, die heute im Einsatz befindlichen Notes-Anwendungen in die neue Welt zu migrieren.

Die bit Informatik GmbH hat sich entschieden, Partner der Bank Media GmbH zu werden. Was waren die Gründe?

Auch in Zukunft werden die Kreditinstitute in der Lage sein müssen, einfache Anwendungen schnell und kostengünstig selbst zu entwickeln. Die Entwicklung komplexerer Anwendungen wird ein Institut dann extern vergeben müssen. Das Sahnehäubchen aus Sicht eines Institutes wäre es dann, aus einem Software-Pool oder App Store Standard-Anwendungen auswählen und einsetzen zu können.

Unser Haus hat sich im Jahr 2018 24 Produkte angesehen, die am Markt zur Verfügung stehen. Hier haben wir die Brille eines Kreditinstitutes angezogen, um zu prüfen, welches Produkt die Anforderungen am besten abdeckt. Als IBM Notes/Domino-Partner sehen wir mit dem Produkt der Bank-Media GmbH die beste Möglichkeit, Anwendungen und Prozesse, die von Kreditinstituten gefordert werden, auch zukünftig als Dienstleister anzubieten und die Institute zusätzlich aktiv bei der Migration der Notes-Anwendungen in die neue Welt zu unterstützen.

Wir bedanken uns bei Herrn Roland Hein für das Interview.

 

Herr Roland Hein ist Referent bei unserem Kongress: Die Bank der Zukunft. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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